World Humanitarian Day – Arbeiten für die Humanität im Ärzte der Welt Praktikum

Am 19. August war Welt-Humanitäts-Tag. Dieses Jahr stand der Tag unter dem Motto „One Humanity“, ein gelungenes Wortspiel mit den beiden Bedeutungen des Wortes „humanity“, dass übersetzt sowohl Menschheit als auch Mitmenschlichkeit meint. Es erinnert uns daran, dass dieser Tag Anlass ist, gleichermaßen an die vielen Menschen (derzeit 130 Millionen) zu denken, die auf unsere Mitmenschlichkeit angewiesen sind, aber auch an alle, die als Helfende eben diese Mitmenschlichkeit zu leben versuchen. Außerdem ist dieser Tag ein guter Anlass, ein wenig Einblick in die Vorbereitung eines wichtigen Events zu geben: den Humanitären Kongress in Berlin.

Noch zwei Monate bis zum Humanitären Kongress, aber was ist das überhaupt?

Der Humanitäre Kongress ist eine Veranstaltung, die jährlich von Ärzte ohne Grenzen, Ärzte der Welt, dem Deutschen Roten Kreuz, der Berliner Ärztekammer und der Charité Berlin gemeinsam organisiert wird. Verschiedenste Akteure der humanitären Hilfe, wie NGO’s, PolitikerInnen, Mediziner, Journalisten/Innen, aber auch Studierende und Interessierte erhalten hier in Vorträgen, Diskussionen und Workshops die Möglichkeit zusammenzutreffen, um Strategien und Erfahrungen auszutauschen und vielleicht ganz neue Ideen zu entwickeln.

Dieses Jahr werden ca. 70 Experten und rund 800 Teilnehmer aus aller Welt erwartet, die sich unter dem Motto „The Politics of Compassion“ (zu Deutsch etwa  „Die Politik des Mitgefühls“) über aktuelle Herausforderungen Gedanken machen werden. Auf der Tagesordnung stehen interessante Punkte: der Einfluss des Klimawandels auf die humanitäre Hilfe, die Rolle von Wirtschaftlichkeit und politischem Einfluss in der humanitären Hilfe, die Frage, wie Hilfe nachhaltig gelingt, aber auch die Situation von Flüchtenden.

Was gibt es für Praktikanten zu tun?

Noch knapp zwei Monate bis zur Kongresseröffnung am 14. Oktober 2016 – natürlich laufen die Vorbereitung bereits.

Zu erledigen gibt es ganz praktische Dinge: Die An-, Ab- und Ummeldungen von Sprechern und Teilnehmenden sind zu verwalten, Flüge, Züge und Hotelbetten wollen gebucht werden und um sicherzustellen, dass niemand während des Kongresses auf Irrwege gerät, werden Wegbeschreibungen erstellt.

Klar im Vordergrund steht jedoch die inhaltliche Vorbereitung. So war ein Programmpunkt in dieser Woche das Gespräch mit einem möglichen Sprecher für den Kongress: Ahmed Ibrahim Ahmed ist anerkannter Flüchtling und Dolmetscher in München. Auf dem Humanitären Kongress wird er für Ärzte der Welt an der Diskussion „Migrants in Transit (zu Deutsch „Migranten unterwegs“) teilnehmen. Ein solches Vorbereitungsgespräch ist nicht nur wichtig, um die Termine abzusprechen, sondern auch um abzustimmen, welche Schwerpunkte dem Sprechenden am Herzen liegen.

Anschließend hieß es ein „Abstract“ zu verfassen, was  eine inhaltliche Zusammenfassung  und Aufbereitung des Themas sowie geplanter Schwerpunkten für die Diskussion darstellt, in welcher neben Ahmed auch Vertreter  anderer NGOs sowie einer Kooperationsplattform für Migranten und ein Journalist teilnehmen werden. Durch das Abstract und die Auswahl der Sprecher soll sichergestellt werden, dass eine lebendige Diskussion möglich ist, bei welcher das Thema aktuell und von verschieden Standpunkten ausgewogen beleuchtet wird.

Und du?

Gefordert haben diese zwei Wochen einen klaren Kopf, damit niemand bei der Organisation vergessen wird, und offene Neugier um sich in die verschiedene Aspekte der neuen Themen einzuarbeiten.

Klingt als könnte das auch dir Spaß machen? Dann denk doch mal über ein Praktikum bei Ärzte der Welt nach. Weitere Infos HIER

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