Wir waren dabei: Symposium an der Münchner Universität

Kürzlich fand in den Räumen der LMU München das Symposium „Public Health Challenges of Forced Migration” statt. Im Zentrum standen dabei die Herausforderungen, die die aktuelle Flüchtlingskrise für die öffentliche Gesundheit und das bestehende Gesundheitssystem darstellt. Diese Thematik wurde aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet und gemeinsam diskutiert. Ich durfte mit dabei sein und möchte ein paar Eindrücke des Symposiums mit euch teilen.

Besonders spannend fand ich, dass das Thema aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet wurde und wie vielfältig die Beiträge dadurch insgesamt waren. Beginnend mit der Vogelperspektive auf die Flüchtlingsproblematik durch die London School of Hygiene and Tropical Medicine und das Robert Koch Institut, folgte der Beitrag von Marion Chenevas, Vorstandsmitglied von Ärzte der Welt, die die Thematik aus der Menschenrechtsperspektive präsentierte. Einen direkten Einblick in die konkrete medizinische Versorgung von Flüchtlingen, boten Mathias Wendeborn, Gründer der NRO „Refudocs“ und Dr. Hans Stubbe, der sich ehrenamtlich in unserem Projekt „Ärzte der Welt Mobil“ engagiert. Khaled AlChaieb erweiterte diese Perspektive, indem er als syrischer Flüchtling von seinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken des deutschen Gesundheitssystems berichtete.

Als Praktikantin bei Ärzte der Welt war es für mich sehr interessant, die Aktivitäten und die Position der Organisation in einem größeren Gesamtkontext zu sehen und gleichzeitig als Teil von Ärzte der Welt an der Veranstaltung teilzunehmen. Besonders freute ich mich, einige Teilnehmer des Symposiums am Infostand etwas näher über die Arbeit von Ärzte der Welt zu informieren. Dieser lockte besonders nach dem anschaulichen Nachmittagsvortrag zum Flüchtlingsprojekt Ärzte der Welt Mobil, mehrere interessierte Besucher an.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete für mich die abschließende Podiumsdiskussion, die nicht zuletzt durch die Beiträge der anwesenden Vertreter von Ärzte der Welt mit Marion Chenevas und Dr. Hans Stubbe auf dem Podium, als auch durch unsere Projektreferentin Suzanne Bruins aus dem Publikum zu einer eifrigen und spannenden Diskussion wurde. Die Botschaft und Forderung von Ärzte der Welt, dass die medizinische Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen durch den ehrenamtlichen Einsatz von Ärzten und Helfern derzeit nur Lücken im Regelsystem füllt, dieses langfristig aber nicht ersetzen kann und daher weiter ausgebaut und zugänglicher gemacht werden sollte, konnte meinem Eindruck nach sehr überzeugend vermittelt werden.

Insgesamt war das Public Health Symposium für mich eine sehr gelungene und spannende Veranstaltung, auf der Ärzte der Welt ziemlich gut vertreten war. Anderen und zukünftigen Praktikanten kann ich nur empfehlen, solche Veranstaltungsangebote wahrzunehmen, um noch etwas weiter über den Tellerrand hinauszublicken.

About Anika Schöttle

Ehemalige Praktikantin im Bereich Langzeitprojekte im In- und Ausland

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