Äthiopien

Für Ärzte der Welt auf Reisen

September 2016 – Der Sommer, und mit ihm die Hauptreisezeit, neigt sich leider schon dem Ende. Für das Ärzte der Welt Team gilt dies glücklicherweise nicht, denn unsere Projekte in über 80 verschiedenen Ländern, wollen ganzjährig betreut und gelegentlich auch besucht werden. In diesem Artikel verraten euch drei Ärzte der Welt – Mitarbeiterinnen, wohin sie die Reise bereits führte und welches ungewöhnliche Gepäckstück sie dabei hatten.

Kambodscha – Carolin Bader (Referentin Internationale Projekte)

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Carolin, du warst im November 2015 für eine Woche in Kambodscha. Was hat dich dorthin geführt?

Ein sogenannter Monitoringbesuch. Wir besuchen unsere Teams in den Einsatzländern regelmäßig, um zu schauen, wie das Projekt vorankommt, wie die Gelder eigesetzt werden und um uns mit dem Team vor Ort sowie den lokalen Partnern auszutauschen. In Kambodscha haben wir gleich zwei Projekte: die „Aktion Lächeln“, bei der wir insbesondere Kinder mit Kiefer-Lippen-Gaumen-Spalten operieren und eine Gruppe, die Ultraschallfortbildungen anbietet.

Welches ungewöhnliche Gepäckstück hattest du dabei und wie kam es zum Einsatz?

Ich musste ein tragbares Ultraschallgerät, eine ziemlich alte Version, die 11kg wog, als Handgepäck mitnehmen, da eines unserer gespendeten Geräte bis zu unserem Ultraschalltraining noch nicht repariert werden konnte. Die Ultraschallgeräte stehen im Krankenhaus in Kambodscha in der Notaufnahme und kommen regelmäßig zum Einsatz, um die Kranken zu untersuchen.

Europäisches Ausland – Suzanne Bruins (Referentin open.med)

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Suzanne, wohin bist du für Ärzte der Welt schon gereist?

Ich war viel in Europa unterwegs: Athen, Paris, Brüssel, Amsterdam. Obwohl: die Niederlande sind als mein Heimatland eigentlich kein Ausland für mich. Ärzte der Welt arbeiten im Netzwerk mit Schwesterorganisationen in ganz Europa. Ich fahre regelmäßig auf sogenannte Netzwerktreffen, um mich mit unseren Kollegen aus den anderen Ländern auszutauschen und die lokalen Praxen zu besuchen, in denen Menschen ohne Krankenversicherung kostenlos behandelt werden.

Welches ungewöhnliche Utensil hast du auf solchen Reisen dabei?

Ich habe eine sehr praktische Hülle für Glasflaschen. Sie verhindert, dass die Flasche bricht und falls doch, fängt die Hülle das Getränk auf, sodass man es nach wie vor trinken kann. Das ist besonders nützlich für Wein…Ich kaufe mir immer gerne lokale Speisen und Getränke.

Äthiopien – Mariam Janssen-Yousaf (Referentin Not- und Krisenhilfe)

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Mariam, zuletzt warst du in Äthiopien unterwegs?

Genau, ich bin eine Woche lang durch die Region Afar gereist, in der wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation ACISDA Projekte zur Vermeidung von weiblicher Genitalbeschneidung durchführen. Gerade bei so einem sensiblen Thema ist es wichtig, dass die Impulse nicht von außen herangetragen werden, sondern aus den eigenen Reihen kommen und von den angesehen Personen in den Gemeinden, wie beispielsweise den Imamen oder Ältesten, unterstützt werden. Ich habe ACISDA zu den Veranstaltungen  in Schulen, Frauengruppen und Krankenstationen begleiten und einen sehr guten Eindruck von ihrer Arbeitsweise erhalten.

Es war deine erste Reise Äthiopien? Was hast du zur Vorbereitung in deinen Koffer gepackt?

Ich hatte eine Stirnlampe dabei. Die braucht man, wenn man nachts auf die Toilette möchte. Das Gästehaus in Dawe hat zwar einen Stromgenerator, aber die Toilette ist außen.

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