Viel gelernt und viel gelacht – 3 Monate bei Ärzte der Welt

Fast drei Monate war ich Praktikantin in der Öffentlichkeitsarbeit von Ärzte der Welt und schon meine ersten Tage waren aufregend. Als ich im Juli das Münchner Büro betrat, wurde ich vom derzeitigen Praktikanten freudig begrüßt. Er führte mich in die verschiedenen Aufgaben ein und wir nahmen zusammen an der täglichen online ÖA-Teamsitzung teil, in der ich ein weiteres Mal herzlich vom gesamten Media Team willkommen geheißen wurde. Obwohl ich das erste Mal auf das Team traf, fühlte ich mich direkt wohl. Das lag an meinen sehr netten Kolleg*innen und auch an der Anfangsfrage, die jeden Morgen gestellt wird und direkt für ein entspanntes Gespräch sorgt. Man tauscht Wochenendpläne aus oder erzählt von seinem Lieblingsessen. So endete auch schon der Einführungstag und mein erster richtiger Tag stand bevor, welcher für das gesamte Ärzte der Welt-Team besonders war. Shemeles Haile, Landeskoordinator von Ärzte der Welt in Äthiopien, war im Münchner Büro zu Besuch. Ich durfte nicht nur bei einem Meeting dabei sein, in dem er vom Projekt in der Somali-Region erzählte, sondern auch bei einem Interview, das für Social Media aufgezeichnet wurde – Meine ersten Stunden im Praktikum wurden somit direkt zum Highlight.

Social Media Redaktion und Aufgaben

Zu meinen Hauptaufgaben gehörte die Redaktion von Social Media Posts. Ich sammelte Themen für die Woche, suchte passende Bilder aus und schrieb für Captions für die jeweiligen Posts. Weil Instagram & Co immer schnelllebiger und die Aufmerksamkeitsspanne von User*innen immer geringer wird, lernte ich vor allem, wie man kurze und prägnante Texte schreibt. Die Themen waren meist von tagesaktuellen Geschehnissen beeinflusst, auf die wir möglichst schnell reagieren wollten. In den Social Media Posts berichten wir auch viel über interne Projekte und ich hatte die Möglichkeit diese, sowie die Projektabläufe einer NGO besser kennenzulernen. Ich hatte somit jeden Tag wieder das Gefühl, dass ich etwas Neues dazu lernen konnte.

Hospitieren bei open.med

Ein weiteres Highlight meines Praktikums war der Besuch in der open.med Anlaufstelle in München. Für ein paar Stunden konnte ich einen Einblick in den Alltag des Teams erhalten und bin immer noch beeindruckt von der wichtigen und wertvollen Arbeit. Über meine Eindrücke vor Ort kann man demnächst in einem weiteren Beitrag lesen.

Angenehmes und progressives Arbeitsklima

Dass man innerhalb eines Teams nicht immer der gleichen Meinung sein kann, ist klar, dass man trotzdem einen respektvollen und empathischen Umgang pflegt, sollte auch logisch sein, ist es aber oft nicht. Bei Ärzte der Welt hat man Glück, denn hier ist es klar. Man erkennt sofort: Es gibt eine flache Hierarchie, Urlaub ist Urlaub, krank sein ist krank sein und Unstimmigkeiten werden tolerant und effektiv ausgesprochen, was zu einem sehr angenehmen Arbeitsklima führt. In den Mittagspausen hatte ich die Chance, Mitarbeitende aus anderen Abteilungen kennenzulernen und es entstanden viele interessante Gespräche. Dabei wurde auch der ein oder andere Kuchen verzehrt und an heißen Tagen gab es sogar einen Eiskaffee.

Abschließend kann ich sagen, dass ich viele wertvolle Erfahrungen bei Ärzte der Welt gemacht und meine Kenntnisse um einiges erweitert habe. Wie wichtig die Arbeit von NGOs ist, um Ungerechtigkeiten in der Welt zu bekämpfen, zeigte mir jeder Praktikumstag aufs Neue.

PS: An alle zukünftigen Praktikant*innen: Die Candy Bar im Fundraising Raum kann ich wärmstens empfehlen…

About Das Praktikant*innen-Team

Praktikant im Bereich Fundraising und Marketing

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